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Donnerstag, 09 September 2010
 
 
Pennantsittich PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Christian   
Sonntag, 12 März 2006

Der Pennantsittich

Platycercus elegans

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Unterarten

Der Pennantsittich ist uns in 3 Unterarten bekannt. Und zwar in folgenden Gruppierungen:

1.) Platycercus elegans elegans, bei uns auch als "großer Pennant" bezeichnet. Normalerweise verlassen die Jungvögel dieser Unterart den Nistkasten mit grünlichem Federkleid.

2.) Platycercus elegans nigrescens, diese Unterart ist etwas kleiner als dedie Nummer 1. Auch die Farbintensität ist im roten Federkleid stärker. Die Jungvögel dieser Tiere verlassen den Nistkasten in roten Federn.

3.) Platycercus elegans melanoptera, diese Unterart ist am Rücken mehr schwarz wie rot gefärbt. Der rote Saum der Federn ist hier als schmäler. Diese Spezies kommt nur auf den Känguru Inseln vor, und ist in unseren Volieren nur selten zu finden da die Unterarten miteinander gekreutz werden.

Die Gattung und Namensgebung

Der Pennatsittich gehört zur Gattung der Plattschweifsittiche. Seinen Namen hat dieser wunderschöne Vogel von Hrn. Thomas Pennant welcher um 1880 diesen Vogel endeckte und ein bekannter Verfasser von Büchern und großer Naturkenner seiner Zeit war.

In der englischen Sprache sowie auch zum Teil auch in den Benelux Ländern wird er auch Crimson Rosella genannt.

Die Platycercus bilden eine sehr deutliche Unterscheidung zu den anderen Australischen Sittichen. Die Unterschiede und Merkmale liegen hier vor allem an den Wangenflecken. Auch das Federkleid am Rücken ist sehr markant, das Zentrum ist schwarz und werden von einem farbigen Rand umgeben, welcher mit der Körperfarbe gleich ist.

Beschreibung

Größe der Vögel: Männchen ca. 37mm Weibchen normalerweise etwas kleiner.

Gewicht ca. 150 Gramm

Ringmass: 6,0 mm

Die Nominante Form oder Wildfarbe des Pennantsittiches ist am Bauch und Kopf intensiv rot. Die Flügelstreifen sind blau, der Rücken ist mit gesäumten Federn welche im Zentrum schwarz sind überzogen, diese erzeugen die vorhin angesprochene Schuppung. Markant ist der blaue Wangenfleck. Der Schweif ist an der Oberseite schwarz die Unterseite zeigt ein blau wie bei den Flügelstreifen.

Beide Geschlechter haben die selbe Farbgebung und sind daher nicht immer einfach zu Unterscheiden. Jedoch ein geübter Züchter sollte bei der Bestimmung keine Probleme haben. Es gibt markante Grössenunterschiede bei Schnabel, Kopf und bei der Gesamtgrösse. Das Männchen zeigt normalerweise diese Merkmale üppiger. Auch die Kopfform gibt  Aufschluss auf das Geschlecht, beim Männchen ist dieser eher abgeflacht und eckig, das Weibchen hat einen eher runden kleineren Kopf.

Jungvögel unterscheiden sich von den adulten Tieren, in dem die Gefiederfarbe etwas blasser beim elegans elegans oder grün elegans nigrescens vorkommt. Diese Farbunterschiede stammen von den verschiedenen Unterarten, aber auch Versuche wo Vögel mit üppiger und relativen Nahrungsüberschuß aufgezogen wurden zeigen diese Farbunterschiede. Vögel die mehr Futter erhielten verliessen den Nistkasten mit einem grünen Federkleid.

Die Jungvögel zeigen sich nach 16 Monaten (nach der 2. Mauser) in voller Farbenpracht. In freier Natur ist der Pennansittich mit 2 Jahren Geschlechtsreif, in unseren Volerien schreitet er auch schon nach einem Jahr zur Brut.

Vorkommen

Pennatsittiche kommen im westlichen Teil Australiens in freier Wildbahn vor. Sie bevorzugen Berge und Hügel, kommen aber auch im Flachland vor solange dieses Waldreich ist. Ihr popularität ist allgemein bis Zahlreich anzusehen und Sie kommen auch in Parks und Wohngebieten auch dem Menschen sehr nahe.

Die Vögel verbringen sehr viel Zeit auf dem Boden mit der Nahrungsaufnahme, und nehmen mit vorliebe ein Bad wann immer sich auch die Gelegenheit anbietet. Aber sie sind vorwiegend Waldvögel die ausserhalb der Brutzeit in kleinen Gruppen fliegen. Zur Brutzeit könenn sie mitunter recht aggresiv werden und ziehen daher Paarweise ihre Wege. Das Mänchen ist der dominante Partner.

Nahrung

Diese Sittiche sind im anbedracht der Futteraufnahme nicht sehr wählerisch. Obwohl ihre Hauptnahrungsquelle Sämereien von Gräsern, Sträuchern und Bäumen sind, nehmen sie auch gerne Beeren und Früchte zu sich.

Hier sind keinerlei Grenzen gesetzt außer Steinobst wie Zwetschken, Marillen usw. sollten nicht gefüttert werden. Grünfutter wie Vogelmiere, Salat und Mangold sind ein gerne angenommen Vitaminspende.

In der Volierenhaltung werden das ganze Jahr über zusätzlich Vitaminie und Mineralsstoffe gerreicht. Vor der Zuchtsaison werden auch vorgekeimte Sämereien gefüttert, diese stärken den Bruttrieb, und gewährleisten eine optimale Vitamine und Nährstoffaufnahme.

Zur Jungtieraufzucht wird auch ein handelsübliches Eifutter zur Verfügung gestellt, bzw. mit frischen Gemüse und Obst vermengt. Dies wird gerne an den Nachwuchs verfüttert, aber auch die Altvögel nehmen diesen Leckernbissen gerne zu sich.

Unterbringung

Der Pennantsittich ist eigentlich nur zur Volierenhaltung geeignet. Laut dem neuen Tierschutzgesetz müssen die Vögel Paarweise in geräumige Volieren 4,0x2,0x2,0 Meter (LxBxH) und ein angeschloßenes Schutzhaus mit einer Grundfläche von mind. 2m2 untergebracht werden.

In vielen Fachbüchern ließt man das Plattschweifsittiche nicht in benachbarte Volieren untergebracht werden sollen. Ich bin der Meinung das die Vögel im Schutzhaus keinerlei kontakt zu den Nachbarvögel haben sollten, in der Freivoliere kann man optisch abtrennen. Manchmal erweist sich eine doppelter Volierendraht  als nützlich da während der Balz sich manchmal recht heftige Kämpfe an dem Volierendraht abspielen können.

Ein komplette Überdachung ist Überlegenswert da diese Vögel sehr anfällig sind auf  Wurmbefall, und dieser leicht durch Kot von anderen Vögeln die sich auf den Volieren aufhalten eingebracht werden kann.

Brutgelegenheit

Der Pennantsittich ist normalerweise was den Nistkasten anbetrift nicht wählerisch. Ein Nistkasten aus Holz(Platten) mit einer Grundfläche von ca. 25x25 cm und einer Höhe von ca. 50cm werden gerne angenommen. Das einflugloch sollte ca. 8cm Durchmesser haben.

Ein Thema ist immer wieder die Anbringung der Nistkästen Senkrecht oder Waagrecht. Es kommt immer auf das Zuchtpaar an sind die Tiere nervös empfiehlt sich eine Waagrechte anbringung damit die Vögel beim ausuchen des Nistkasten nicht auf das Gelege springen. Normalerweise kann man dem Pennanten den Nistkasten Senkrecht anbringen.

Ich bevorzuge Naturstämme weil es meiner Ansicht nach natürlicher für den Vogel ist, aber auch von Vorteil ist, da ein Naturstamm die notwendige Feuchtigkeit für den Brutverlauf speichern kann.

Brutverlauf

In der Regel schreitet der Pennantsittich ohne Probleme zur Zucht, man kann auch sagen das dieser Vögel leicht zu züchten ist (Nominatform). Wenn sich ein Paar gefunden hat, kann man sobald der Frühling naht den Hahn bei seinen Balzritualen zusehen (Ende März- April). Er sitz normalerweise mit gespreitzten Schweif und stößt kurz laute rufe aus, wobei der Kopf heftig auf und ab bewegt wird. Sobald das Weibchen brutwillig ist kann man morgens und abends häufige Tretakte beobachten.

Nach einigen Tagen wird das erste Ei gelegt, in Abständen von 48 Stunden werden rein -weisse Eier gelegt. Die Henne beginnt nach dem 3. Ei mit der festen Brut, daher ist es nicht notwendig die Eier abzunehemen und sie gleichzeitig wieder Unterzulegen, auch das Nahrungsangebot in den Volieren ist reichlich, so werden normalerweise die letzten Jungen auch aufgezogen.

Die Eier werden ca. 18-20 Tage von der Henne ausgebrütet diese verlässt die Nisthöle nur um zu koten, das Männchen füttert sie, geht aber auch in die Hölle um sie Tagsüber mit Futter zu versorgen.

Die Jungen schlüpfen mit leicht gräulichen Dunen, nach ca. 7 Tagen spriesen die ersten Ferderkiele und diese öffnen sich nach ca. 10 Tagen zu den ersten Federn.

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt um die Vögel mit 6,0 mm Ringen zu beringen.

Die jungen Pennanten werden in den ersten 10 Tagen nur von der Henne gefüttert erst dann hilft der Hahn bei der Aufzucht mit. Nach ca. 34-38 Tagen verlassen die jungen Vögel Ihre Bruthöhle und werden von beiden Elterntiere weiterhin gefüttert. In der Regel werden die jungen nach ca 4-5 Wochen aus der Elterlichen Voliere genommen, oder wenn der Hahn anfängt die Jungen zu treiben.

In unseren Volieren schreitet der Pennantsittich auch ein zweites mal zur Brut in diesem Falle sollten die jungen auf jeden Fall entfernt werden, da das Männchen auch gegenüber seinem Nachwuchs recht agressiv werden kann.

Schlusswort

Der Pennantsittich eigenet sich für den Anfänger aber auch für den Fortgeschrittenen Züchter. Die Nominantform, ist ohne problem zu züchten. Die Vögel sind mit ihrer Farbenpracht eine Bereicherung jeder Voliere. Auch seine angenehme Stimme macht den Pennantsittich zu einen herrlichen Volierenbewohner.

Einziger negativer ist eventuell sein agressives Verhalten gegenüber seiner Artgenossen.

Ich bewundere diesen Vögel bereits seit meiner Schulzeit, damals war er für mich unerschwinglich, heute habe ich ich mich seiner Farbenvielfalt hingegeben.

 

 

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 23 März 2006 )
 
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